Gib niemals auf!

„Gerade jene Steine, die Dich ins Stolpern bringen, sind Deine Wegweiser.“ Martin Gerhard Reisenberg

Sind in Deinem Leben nicht auch oft Dinge passiert, bei denen Du dachtest: „Warum geschieht das jetzt und warum gerade mir?“

So schlimm manche Situationen auch sein mögen, wie extrem und stark Deine Gefühle dabei auch sind, es prägt Dein Leben, Dein Sein und Dein zukünftiges Handeln.

Es geschieht auf der Welt nichts durch Zufall. Alles, was geschieht läuft gesetzmäßig ab, auch unser Leben. Es gibt immer einen Grund für das, was passiert.

Oft werden wir vor Herausforderungen gestellt, die wir nicht glauben bewältigen zu können. Doch wenn sie dann doch geschafft sind, fühlen wir uns ein bisschen stärker und gewinnen an Selbstbewusstsein und Kraft.

Wir bauen sozusagen wie Pflanzen unser Wurzelwerk auf und stärken uns für ein kräftigeres und besseres Wachstum.

Hierzu gibt es eine sehr schöne Geschichte, die ich Dir gerne erzählen möchte:

Der Farn und der Bambus

Eines Tages entschied ich mich, alles aufzugeben… Ich kündigte meinen Job und beendete meine Beziehungen und mein Glaubensleben. Ja, ich wollte sogar mein Leben beenden und ging in den Wald, um ein letztes Gespräch mit Gott zu führen. „Gott“, sagte ich. „Kannst Du mir einen guten Grund dafür nennen, nicht alles zu beenden?“

Seine Antwort überraschte mich. „Schau Dich um“, sagte er. „Siehst Du den Farn und den Bambus?“ „Ja“, antwortete ich. „Als ich den Farn pflanzte und den Bambus säte, sorgte ich sehr gut für sie. Ich gab ihnen Licht und Wasser. Der Farn wuchs schnell aus der Erde heran. Sein leuchtendes Grün bedeckte den Boden. Vom Bambus, den ich gesät hatte, sah man nichts. Aber ich gab den Bambus nicht auf. Im zweiten Jahr wuchs der Farn noch lebhafter und im Überfluss. Und immer noch kam nichts von der Bambussaat. Aber ich gab den Bambus nicht auf. Das ging bis zum vierten Jahr so. Dann im fünften Jahr kam ein winziger Spross aus der Erde. Im Vergleich zu dem Farn war der Spross scheinbar klein und unbedeutend. Aber gerade mal sechs Monate später war der Bambus über 30 Meter hoch gewachsen. Er hatte fünf Jahre lang Wurzeln getrieben. Diese Wurzeln machten ihn stark und gaben ihm, was er brauchte, um so hoch wachsen zu können. Ich würde keinen meiner Geschöpfe derart herausfordern mit dem, das  sie es nicht bewältigen könnten. Wusstest Du, mein Kind, dass in all dieser Zeit, in der Du Dich abgemüht hast, Du tatsächlich Wurzeln getrieben hast? Ich habe den Bambus nicht aufgeben und ich würde Dich niemals aufgeben! Vergleiche Dich nicht mit anderen.“ sagte er. „Der Bambus hat einen anderen Zweck als der Farn. Aber beide machen den Wald schön! Deine Zeit wird kommen“, sagte Gott zu mir. „Du wirst hoch wachsen.“ „Wie hoch soll ich denn wachsen?“ fragte ich. „Wie hoch ird der Bambus wachsen?“ fragte er zurück. „So hoch er kann?“ fragte ich. „Ja“, sagte er, „Gib mir die Ehre, indem Du so hoch wächst wie Du kannst.“ Ich verließ den Wald und mir war bewusst, dass Gott mich niemals aufgeben würde. Und er würde auch Dich niemals aufgeben!

Und in diesem Sinne wünsche ich Dir, dass Du niemals aufgibst, egal wie schwer die Herausforderungen für Dich manchmal sein mögen. Du bist wichtig und Du wirst die Sache meistern! Davon bin ich überzeugt.

Liebe Grüße

Deine Ursula